So punkten Sie im Vorstellungsgespräch

Bewerbungsgespräch

Mit der Einladung zu einem Vorstellungsgespräch ist dem Bewerber schon ein großer Schritt zum Karrieresprung gelungen. Eingeladen werden nur die interessanten Bewerber und gemessen an der Zahl der Mitbewerber nur ein verschwindend geringer Teil der miteinander konkurrierenden Arbeitnehmer. Damit dieser Erfolg wirkungsvoll weitere positive Entwicklungen nach sich zieht ist eine gute Vorbereitung das A und O.

Die Vorbereitung

Uninformierte Bewerber haben es schwer. Daher gilt es, das Internet zu durchsuchen. Gute Informationen gibt es auf den Firmenwebseiten. Steht dort, dass ein Unternehmen international tätig ist, wäre die Frage, ob es ausländische Kunden oder Filialen gibt, fehl am Platz. Besser ist es, sich gute Fragen zu den vorhandenen Informationen zu überlegen und sich diese zu notieren. Das zeigt schon bildlich wie gut vorbereitet ein Bewerber zum Gespräch erscheint und lässt den Bewerber nicht dumm da stehen, wenn auf die Frage, ob der Bewerber noch Fragen hat, keine Fragen mehr sind. In dem konkreten Fall kann der Mitarbeiter zum Beispiel fragen, ob das Unternehmen weitere Länder im Visier hat oder wie groß der Marktanteil in einzelnen Ländern ist.

Produktbewertungen und Firmenportale mit Bewertungsoption können ebenfalls gute Quellen sein. Vor allem die Produktpalette eines Unternehmens sollte der Bewerber kennen und signifikante Merkmale, einige Konkurrenten und ggf. Alleinstellungsmerkmale der Produkte und des Unternehmens von sich aus ansprechen.

Aufgeregt – na und?

Natürlich ist ein Bewerber vor einem Vorstellungsgespräch aufgeregt. Der eine mehr, der andere weniger. Macht der Bewerber dies gleich zu Beginn deutlich, legt sich die Aufregung meist schnell und die Konzentration kann sich auf den Gesprächspartner und die Inhalte verlagern. Notizen, Stift und Unterlagen können helfen, ruhiger zu werden. Statt nervös mit den Händen herum zu wursteln, können die Unterlagen sortiert, Notizen gemacht werden und Stichpunkte das Gespräch am Laufen halten.

Ein Vorstellungsgespräch ist kein Schauspiel. Authentizität kommt besser an, als einstudierte Posen und auswendig gelernte Antworten. Viele Bewerber gehen mit einer übergroßen Portion Respekt in das Jobinterview. Darunter leidet das eigene Selbstwertgefühl. Wer sich bewusst macht, dass er nicht um einen Job bettelt, sondern auch etwas anbietet und zwar etwas worauf der Arbeitgeber unheimlich scharf ist, kommt sicherer rüber und beeindruckt mehr, als zu schüchterne Kandidaten.

Privates bleibt privat

Grundsätzlich gilt, dass Bewerber zu privaten Angelegenheiten gar keine Auskünfte geben müssen. Die meisten haben jedoch kein Problem damit über den Familienstand oder Freizeitaktivitäten zu sprechen. Bewerbungsexperten empfehlen, private Angaben nur auf Nachfrage zu machen. Und auch dann nur die Fragen zu beantworten, die der Bewerber akzeptieren kann. Dadurch wird deutlich, dass der Bewerber sich um die Stelle bewirbt und nicht deswegen hinter dem Job her ist, weil er sein Privatleben zu optimieren will.

Krankheiten, Schicksalsschläge und private Probleme verleiten leider zu gern dazu, mehr Auskünfte zu geben, als für das Ziel den Job zu bekommen gut ist. Hier ist äußerste Zurückhaltung angebracht. Kommen Fragen zu solchen Themen, so passt es immer gut zu antworten: „Für meine Arbeit bei Ihnen ist das alles nicht relevant.“

Fragen nach Krankheiten müssen ohnehin nur dann beantwortet werden, wenn die Krankheit für die Arbeit eine Rolle spielt. Doch hier sorgt jemand mit gesundheitlichen Einschränkungen hoffentlich vor und bewirbt sich nicht auf Stellen, die die Gesundheit weiter gefährden.

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